Erweiterung Ihrer Konfiguratorlösungen auf sehr große Modelle
Configit Modular Extension ist ein Erweiterungsmodul für den Configit Product Modeler, mit dem Sie die Modularität in Ihren Produktmodellen ausnutzen können. Im Lieferumfang sind der neue Modular Compiler sowie Modular Runtime in der entsprechenden Version enthalten.
Mit der Configit Modular Extension ist es möglich, sehr große Produktmodelle effizient zu kompilieren und zu konfigurieren. Dies gilt selbst für Modelle, die sonst nicht kompilierbar wären oder deren Regeln in Funktionen umgewandelt werden müssten, um die Zahl an Deduktionen gering halten zu können.
Diese Seite enthält einen Überblick über die folgenden Aspekte der Configit Modular Extension: - Automatische Strukturerkennung zur Steigerung der Leistungsfähigkeit
- Vorteile der Configit Modular Extension
- Funktionsweise der Configit Modular Extension
Automatische Erkennung von Strukturen zur Steigerung der Leistungsfähigkeit
Die Configit Modular Extension erkennt automatisch die innere modulare Struktur in einem Produktmodell und nutzt diese, um die Leistungsfähigkeit der Constraintlösungsfunktion im Konfigurator zu verbessern.
Aufgrund der erkannten Modularität erstellt der Configit Modular Compiler einen virtuellen Tabellensatz. Diese Tabelle werden dann zur Laufzeit von Configit Modular Runtime kombiniert, um die allgemein bekannten Vorteile einer vollständigen und durchgängigen Deduktion im Konfigurator nutzen zu können.
Configit Modular Extension beinhaltet die folgenden Komponenten:
- Configit Modular Compiler
- Configit Modular Runtime
Das Modul wird grundsätzlich zeitgleich zum Configit Product Modeler freigegeben.
Vorteile die Configit Modular Extension:
Vollständige Integration - Das Modul ist vollständig in den Configit Product Modeler integriert.
- Problemlose Anpassung an Ihren bestehenden Produktmodellierungsworkflow.
Automatische Erkennung der Modularität - Erkennt aufgrund der im Produktmodell definierten Regeln automatisch die bestehende Modularität.
- Bei Verwendung des Configit Modular Compiler sind keine manuellen Eingriffe erforderlich.
Mehr Leistungsfähigkeit und größere Modelle - Die modularen virtuellen Tabellen, die dabei entstehen, sind normalerweise viel kleiner als bei einem nichtmodularen Compiler.
- Bietet erheblich verbesserte Leistung bei Laufzeit.
- Größere Bandbreite an sofort kompilierbaren Modellen.
Variablenordnungen werden weniger wichtig - Kleinere modulare virtuelle Tabellen werden in der Regel sofort bei der Standardbestellung generiert.
Modularität jenseits aller Definitionen - Die erkannte Modularität ist normalerweise viel detaillierter als die modellierte Gruppenstruktur in dem Produktmodell.
- Ermöglicht Verbesserungen weit über die definierten modularen Strukturen hinaus.
Konsistente Runtime-API. - Configit Modular Runtime hat dieselbe API wie die Standard-Laufzeit.
- Sie enthält alle Kernfunktionen, die zur Bestimmung gültiger Domänen, der Erstellung von Benutzeraufträgen, der Lösung von Konflikten und der Unterstützung von Vertragsaufsetzungen an der Bedienoberfläche erforderlich sind.
Bitte beachten Sie, dass einige neue Funktionen nur dann funktionieren, wenn das vollständige Modell in eine virtuelle Tabelle kompiliert wurde, und eventuell im Modular Runtime-Modul nicht zur Verfügung stehen.
Funktionsweise des Configit Modular Compiler
Der Configit Modular Compiler wird entweder aus dem Configit Product Modeler heraus oder als Tool aus der Kommandozeile gestartet. Der Modular Compiler analysiert zunächst das Produktmodell auf Modularität.
Bei der Analyse werden in einem ersten Schritt zyklische Abhängigkeiten zwischen den Regeln ermittelt. Anschließend wird das Produktmodell in einen Modulbaum zerlegt, wobei jedes Modul eine Teilmenge an Regeln enthält. Die Module erfüllen bestimmte Bedingungen bezüglich Ihrer Abhängigkeiten zu anderen Modulen, sodass die Abhängigkeiten jetzt einen Baum bilden, d. h. einen Graph ohne Zyklen. Dieser Vorgang wird als Baumzerlegung bezeichnet.
In Systemen mit einer sternförmigen Struktur um eine oder mehrere Kerngruppen, die Abhängigkeiten zu einer großen Zahl von ansonsten unabhängigen Gruppen aufweisen, besteht meist ein großes Maß an Modularität, das ermittelt und genutzt werden kann. In den beiden folgenden Abbildungen ist ein Beispiel abgebildet.
 - Abbildung 1 zeigt die Abhängigkeitsstruktur eines Produktmodells. Jeder Knoten stellt einen Constraint in dem Modell dar, und jede Kante steht für eine gemeinsame Verbindung zu einer oder mehr Variablen. Der Graph zeigt, dass es viele zyklische Abhängigkeiten zwischen den Constraints gibt.
 - Abbildung 2 zeigt, dass nach der Zerlegung des Produktmodells durch den Modular Compiler die Strukturen keine Zyklen mehr aufweisen und die Constraints in Modulen angeordnet sind, die sich separat kompilieren und zur Laufzeit kombinieren lassen.
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